Als ich jünger war, ging ich im Sommer oft auf den Flohmarkt. Für mich war es das Größte meine alten Spielsachen zu verkaufen und mir von dem eingenommenen Geld direkt neue zu kaufen. Früher hatte ich ein totales Faible für Puzzles. Meine Mutter, die immer noch leidenschaftliche Puzzlerin ist, bedauert es wahrscheinlich, dass ich von Zeit zu Zeit das Interesse daran verloren habe. Ich weiß selbst nicht so genau. Vielleicht ist es der Gedanke bei jedem einzelnen Puzzleteil, dass ich das Puzzle am Ende eh wieder zurück in den Karton packen werde. Die ganze Arbeit ist also mehr oder weniger umsonst. Und von geklebten Puzzles in Bilderrahmen bin ich auch kein sonderlicher Fan.
Zu der Zeit, als ich auf den Flohmärkten unterwegs war, liebte ich allerdings das Puzzeln. Natürlich frustrierte es mich auch in der ein oder anderen Sekunde, aber letztendlich habe ich immer nur das fertige Puzzle als Ziel vor den Augen gehabt. Allerdings stellte das Kaufen von Puzzeln auf Flohmärkten ein kleines Problem dar. Schnell konnte das ein oder andere Teil fehlen und man konnte es nicht eben schnell nachprüfen. Man musste dem Puzzleverkäufer also immer vertrauen. Leider habe ich schon oft vergeblich das letzte Teil in dem leeren Karton gesucht und feststellen müssen, dass man mich angelogen hatte, als mir versichert worden ist, dass alle Teile beisammen wären.
In dem Moment, als ich ein unvollständige Puzzle vor mir sah, fühlte ich mich betrogen. Veräppelt, hätte ich es wohl früher genannt.
So ähnlich habe ich mich auch letztens in einem Schuhgeschäft gefühlt. Ich wollte vor ungefähr einem halben Jahr Schnürsenkel kaufen. Graue Schnürsenkel. Die Frau verkaufte mir viel zu kurze Schnürsenkel, obwohl ich ihr die Schuhe gezeigt hatte. Ich glaubte an ein Missverstehen, allerdings wollte man mir vor einer Woche im gleichen Laden (ich wollte die Schürsenkel in der richtigen Länge kaufen) erst schwarz-weiße Schnürsenkel als grau verkaufen. Beim gleichen Besuch wollte ich einen Schuh anprobieren, der allerdings in meiner Größe nicht mehr im Regal stand. Ich bat daraufhin eine Verkäuferin ihn mir aus dem Lager zu holen. Eine andere Frau hatte den Schuh allerdings zu der Zeit anprobiert und ihn wieder ins Regal zurückgestellt. Die Verkäuferin kam mit diesem zurückgestellten Schuh zu mir und meckerte mich laut an. Ob ich denn nicht richtig sehen könnte und ihr unnötige Arbeit aufzwingen würde. Ich denke, dass diese Frau einfach nur einen schlechten Tag hatte, aber ich habe beschlossen, nicht mehr in das Schuhgeschäft zu gehen. Ich habe mich dort zu oft betrogen oder veräppelt, wie mein früheres Ich sagen würde, gefühlt. Und dieses Gefühl ist nicht schön. Das kann ich euch versichern.
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So geht es mir auch manchmal. Und Gottseidank hat man aber immer noch die Möglichkeit, zu entscheiden, welche Geschäfte man aufsucht und welche nicht. Ich praktiziere das für mich schon längere Zeit, dass ich dort, wo mir derlei widerfährt, nicht mehr hingehe.
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Eine gute Einstellung. Man sollte sich wirklich nicht zu viel gefallen lassen und zum Glück gibt es viele Läden, die einen herzlich willkommen heißen. 🙂
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Es ist eine Verkäuferin und sie sollte kompetent genug sein um darauf gelassen zu reagieren. Woher sollst dud as denn bitte wissen ?
Naja für mich ist sowas allgemein nicht verständlich.
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Ich kann schon verstehen, dass die Frau keine Lust hat in den Keller zu gehen und wahrscheinlich einfach nur einen schlechten Tag hatte, allerdings ist dieses Gemeckere alles andere als professionell.
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Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber schlechte Laune an Kunden oder Kollegen auslassen ist für mich ein definitives NO-GO !
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