Umkleidekabinen…

Heute war ich shoppen. Natürlich ist es schön sich neue Sachen zuzulegen, jedoch hat das Einkaufen meistens auch seine negatives Sachen an sich.

Ich bin heute in die Läden gegangen und war erstaunt, dass die Menge an Menschen kein Übermaß darstellte. An sich boten die unzähligen Regale und Kleiderstangen einen hübschen Anblick. Als ich den(zugegebenermaßen schweren und langwierigen)  Part des Entscheidens hinter mich gebracht hatte, begab ich mich mit den auserkorenen Teilen zu den Umkleiden. Ich war wirklich froh, als ich dort einen Hocker erblickte, denn ich wollte meine Tasche keinesfalls auf dem staubigen Boden abstellen. Ich frage mich wirklich, warum so viele Markenketten keine Ablagemöglichkeiten in den Umkleidekabinen haben. Aber zum Glück war in diesem Fall ja eine vorhanden. Über eine Sache ärgere ich mich aber immer in Umkleidekabinen. Speziell in der einen, in der ich heute war. Aus Nettigkeit nenne ich mal eine Marke.

Das Licht in der Umkleide war so grell und weiß, dass man alles sah. Und damit meine ich wirklich alles. Man sah jede kleine Hautunebenheit, jedes Augenbrauenhaar, welches man beim letzten Zupfen wohl übersehen hatte und die einzelnen Risse in den trockenen Lippen.
Kurzum: Man sah jeden Makel. Die Kleidungsstücke sahen hingegen meiner Erwartungen auch eher schlechter aus, als im normalen Ladenlicht.
Früher habe ich mich immer über die halbdunklen Umkleidekabinen beschwert. Aber die haben alles Unschöne unsichtbar gemacht. Und im wahrsten Sinne des Wortes nur die Vorzüge ins Licht gerückt. Nachteilig war allerdings, dass die Farben der Klamotten in solchen Umkleidekabinen nicht immer ersichtlich waren. Es kam schon das ein oder andere Mal vor, dass eine Farbe knalliger ausgefallen ist, als ich mir das ausgemalt hatte. Also ich denke, dass schöne Umkleidekabinen auf jeden Fall das Kaufverhalten des Kunden steuern. Meines auf jeden Fall.

Als ich dann aus dieser Umkleidekabine draußen war und den Teil hinter mich gebracht hatte, indem man die nicht gewünschten Klamotten weggibt, sah ich die Schlange, die sich vor der Kasse gebildet hatte. So viele Kunden, die bereit waren zu zahlen, aber nur eine einzige Verkäuferin. Diese rief über ein Mikrofon immer wieder Verstärkung, aber ihre Kolleginnen waren wohl noch in der Mittagspause. Vor mir hielt eine Frau alle auf, weil sie etwas zurückgeben wollte, was schon längst veraltet war. Naja. Endlich am Tresen angekommen bezahlte dann meine Mutter. Wenigstens kein schlechtes Ende.
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