Quelle von allem Schönen…

Es ist der Anfang. Und kann das Ende bedeuten. Der Ursprung des Lebens. Und Auslöser vom Tod. Es schafft Lebensraum, schafft Hoffnung. Wenn man geschafft ist, kann es die notwendige Energie geben. Es gibt Antrieb. Treibt alltägliche Prozesse voran, treibt uns an. Es berührt uns und lässt sich gleichzeitig nicht von uns berühren. Zeitlich ist es schwer zu erfassen. Es bedeutet Wohlfühlen, Geborgenheit und Wärme. Aber es kann auch anders. Kann sich von seiner kühlen und kalten Seite zeigen. Es tritt immer anders auf. Mal in natürlicher Form, mal ist es künstlich. Es kann aufdringlich sein, aber auch zurückhaltend. Es zeigt sich in unterschiedlichen Farben. An unterschiedlichen Orten. Oft genügt ein Blick nach oben. Aber nicht immer. Manchmal ist es eine Entscheidung. Oft aber auch naturgegeben. Ob es sich steuern lässt, hängt von seiner Quelle ab. Einschalten und ausschalten. An und aus. Oft möglich. Übergänge schaffen. Manchmal möglich. So oder so. Wir brauchen es. Sind angewiesen auf seine Anwesenheit. Ebenso auch auf seine Abwesenheit. Wenn es weg ist, schlafen wir ein vor Müdigkeit. Und werden wacher, wenn es wieder da ist. Manch einer braucht es auch zum Einschlafen. Kann nicht ohne. Nächtlich dann in seiner sanftesten Form. Denn ewig seiner vollen Intensität ausgesetzt zu sein, würde einen zum Durchdrehen bringen. In Momenten, in denen man vor Erschöpfung und Hoffnungslosigkeit durchdreht, kann es einen aufblicken lassen. Dann gibt es im Augenblick der persönlichen Dunkelheit einen Lichtblick. Denn es ist das komplette Gegenteil von Dunkelheit. Es strahlt. Ist hell und pur. Das Licht.

Neuer Anfang eines alten Weges…

Sie legt sich in ihre Liege. Der silberne Laptop liegt mittig in ihrem Schoß. Sie klappt ihn auf. Atmet einmal tief ein. Und langsam wieder aus. Dann berührt sie mit ihren Fingerkuppen sanft die Buchstaben auf der dunklen Tastatur. Und schreibt drauf los. Erst ein wenig zögerlich. Dann, als hätte sie nie etwas anderes gemacht.

Drei Jahre ist es nun her seit ich meinen letzten Blogbeitrag geschrieben habe. Und ich habe es vermisst. Zu schreiben und meine Gedanken über nichts und die Welt zu teilen. Inzwischen bin ich 22 Jahre alt. Bin gereift und habe ein wenig mehr zu mir selbst gefunden. Weiß ein wenig mehr, was ich will und was nicht. Wer ich bin und wo ich einmal im Leben sein möchte. Zumindest in etwa. Ankommen tut man wohl nie ganz. Denn das würde Stagnation bedeuten.

Unser Leben ist ein Weg, den wir allmählich beschreiten. Mal setzen wir einen Fuß bedächtig vor den anderen. Mal rennen wir. Mal straucheln wir, fallen womöglich hin. Und stehen wieder auf. Weil wir wissen, dass wir unser Ziel noch nicht erreicht haben. Mal verweilen wir. Mal verirren wir uns. Und doch geht es immer irgendwann weiter. Wir lernen. Lernen dazu und Neues kennen. Begegnen Menschen, begrüßen sie in unserem Leben. Beschreiten mit ihnen gemeinsam unseren Weg. Manchmal trennen sich die Wege. Unterschiedliche Richtungen werden eingeschlagen. Man verabschiedet sich. Vielleicht trifft man später noch einmal auf einander. Vielleicht aber auch nicht. So oder so. Man macht weiter, geht weiter. Denn es gibt viel zu sehen, zu erleben, zu lernen. Über das Leben, über sich selbst. Aus Fehlern und aus schönen Momenten. Aus anderen Menschen, die einen lehren, inspirieren und Freude bereiten. Sie zeigen einem Richtungen, Versionen und regen einen zum Nachdenken an. Über nichts und die Welt.

So wie man selbst etwas aus zwischenmenschlichen Beziehungen mitnimmt, gibt man auch anderen etwas. Sei es Mut. Sei es Hoffnung. Sei es eine Option. Denn Optionen gibt es immer. Jeder Moment ist eine Entscheidung. Für etwas. Und gegen etwas anderes. Zeit ist kostbar. Wir entscheiden immer wieder neu mit wem wir sie verbringen möchten. Was wir in der uns verbleibenden Zeit machen möchten. Wem wir sie schenken. Wem wir Aufmerksamkeit schenken und in welchen Momenten wir lieber unaufmerksam bleiben. Wann wir verweilen und genießen. Wann wir davongehen und mit wem. Wann wir alleine sein möchten und wann wir zusammen einen Weg beschreiten. Weil es gemeinsam einfacher für beide ist. Gegenseitige Unterstützung einem notwendig erscheint. Und weil es mehr Freude macht.

Ich habe mich dazu entschieden den Weg des Bloggens weiter zu gehen. Weil es mir Freude bereitet. Und ich hoffentlich zum Nachdenken anregen kann. Einen Austausch anstoßen kann. Es fühlt sich richtig an. Ich hoffe, dass ich diesen Weg nicht alleine beschreite. Dass alte Weggefährten wieder zu mir finden. Und neue Wegbegleiter dazukommen. Auf einen neuen Anfang. Oder das Weiterführen von nie Beendetem. Denn der Weg endet nie. Und ich laufe weiter. Gerade voller Vorfreude.

Schlafen – mein Hobby…

Ich schlafe gerne. Meistens bin ich, wenn ich nichts vorhabe, die letzte, die ihren Hintern aus dem Bett schwingt. Wobei ich zugeben muss, dass selbst dann das Aufstehen kein freiwilliger Prozess ist. Viel mehr geht es einher mit dem Wegziehen meiner Decke und als Reaktion darauf verärgertes Grummeln meinerseits. Aber auch, wenn ich schließlich auf beiden Füßen stehe, bin ich lange nicht wach. Meine Füße sind noch im Schlafmodus und steuern schnell mal die falsche Richtung an, was ich natürlich immer zu spät merke, da meine Augen nur gerade weit genug geöffnet sind, um zu registrieren, dass es für die vollkommene Freilegung meiner Pupillen einfach zu hell ist. Schließlich will ich nicht erblinden. Auch mein Gehirn ist noch nicht funktionsfähig, denn die einzigen Ideen, die mir morgens so durch den Kopf schwirren, beinhalten mich einfach wieder ins Bett zu legen und weiterzuschlafen.

„Du hast genug Zeit und wenn es knapp wird, dann lässt du einfach das Schminken weg“ ist nur ein Gedanke, der fast alltäglich auftritt. Leider bin ich Meisterin der Selbstmanipulation, daher befindet mein funktionsunfähiges, morgendliches Gehirn die eigenen Ideen fast immer für großartig und richtet sich danach. Heißt in einfachen Worten: Ich schlafe einige wenige Minuten länger und befinde mich danach im totalen Stress.

Obwohl ich, wie man mittlerweile langsam mitbekommen haben sollte, den Schlafprozess beinahe zu meinen Hobbys zählen kann, sträube ich mich Tag für Tag davor früh ins Bett zu gehen. Am Abend lässt es sich für mich einfach am kreativsten, effektivsten und besten arbeiten. Für mich ist also das Schulsystem, welches elendiges Weckerstellen und das Schreiben von Klausuren in den frühen Morgenstunden beinhaltet, vollkommen ungeeignet. Da ich auch nicht einsehe meine besten Stunden des Tages, die den Abend einnehmen, zu verschlafen, verbringe ich die ersten Schulstunden meistens sehr schläfrig an meinem Pult.

Eine weitere Sache ist das Essen. Wenn ich müde bin, und die Müdigkeit am morgen hält wie bereits erwähnt mehrere Stunden an, dann habe ich absolut keinen Hunger. Sowieso kosten das Kauen und Schlucken des Essens, genauso wie das Heben der Arme, um die Kost zum Mund zu führen, Energie, die ich morgens einfach aufbringen kann, weil sie schlicht und einfach nicht vorhanden ist. Nur mein Magen macht dem ganzen immer wieder einen Strich durch die Rechnung, in dem er einfach nach purer Lust und Laune anfängt zu plärren. Und es geht dabei nicht um ein leises Murren. Nein, der Lärm den der veranstaltet bringt mir die Aufmerksamkeit der gesamten Klasse inklusive des vornestehenden Lehrers ein, was dazu führt, dass ich augenblicklich alles daran setze mir meine Schläfrigkeit nicht mehr anmerken zu lassen, während ich empört zu meiner Nachbarin schaue, um die anderen der Herkunft des Knurrens betreffend ein Stück weit zu verwirren. Denn auch bei Schläfrigkeit – der Spaß darf nicht fehlen!

 

Die Vergangenheit bestimmt unser Leben…

Die liebe Jennifer und ich haben uns wieder zusammengetan und zu einem Thema zwei verschiedene Beiträge verfasst. Hier kommt ihr zu ihrem Beitrag.

Man möchte in Richtung Zukunft schauen und doch beschäftigt man sich zunächst mit der Vergangenheit, um Entscheidungen in der Realität zu treffen.

Viele bereits vergangenen Situationen und Lebensabschnitte lassen uns bestimmte Entscheidungen treffen. Wir handeln aus Erfahrung. Und wenn wir falsch handeln, dann vergessen wir das nicht so schnell und machen es in der Zukunft anders.

Die Vergangenheit ist in unseren Köpfen immer präsent. Und sie bestimmt unser Denken, unser Handeln. In den kleinsten Situationen. Ich bestelle mir beim Eismann um die Ecke mittlerweile lieber Nusseis und entscheide mich gegen das Schokoladeneis. Warum? Weil es mir in der Vergangenheit nicht geschmeckt hat.
Ob ich zum Rucksack greife, weil die Schultasche in der Vergangenheit Schulterschmerzen verursacht hat oder wegen schlechten Erfahrungen nie mehr in einen bestimmten Friseursalon gehen würde – Es hat etwas mit der Vergangenheit zu tun. Mit Erfahrungen, aus denen ich gelernt habe.

Und genauso verhält es sich mit den Gefühlen in der Realität. Die Vergangenheit beeinflusst einen. Wir alle empfinden beispielsweise Freude in den unterschiedlichsten Momenten. Der Bettler freut sich über eine Scheibe Brot, während meine Mutter sich über schöne Blumen freut.
Wenn jemand sich etwas traut und es klappt, dann ist er das nächste Mal mutiger.

Wir gehen unser Leben lang einen Weg. Wenn ein Stein im Weg liegt, dann stolpern wir die ersten Male über ihn. Aber irgendwann wissen wir, wo er sich befindet. Wir können ihm ausweichen oder einfach über ihn hinweg steigen. Umso älter wir werden, umso länger wir auf diesem Weg gehen, desto weniger fallen wir hin. Wir lernen aus unseren Fehlern und können aufrecht gehen. Ohne zu stolpern. Natürlich gibt es immer neue Steine, Hindernisse, die uns den Weg versperren, aber allmählich entwickeln wir eine Routine. Wir wissen, wie wir mit den meisten davon fertig werden. Wir haben aus den gesammelten Erfahrungen gelernt und Nutzen unser Wissen.

Wir denken ständig an die Vergangenheit. sie ist stetig präsent. Wir denken über sie nach. Denken zurück.  An das was einmal war und welche Schlüsse wir daraus ziehen können. Wir werden vorsichtiger, mutiger, stärker, verzweifelter, besser… Wir finden zu uns selbst.

Die Realität beruht auf unserer Vergangenheit, die unsere Gefühle bestimmt.