Es entscheidet über Leben und Tod…

Auf den ersten Blick ist es ruhig. Sinnlich und sanft. Aber es kann auch anders. Manchmal umgibt es dich, schmiegt sich an dich. Aber es gibt auch Momente, in denen es dich wegstößt, zu Fall bringt, dir die Füße unter dem Boden wegreißt. Denn es kann auch stürmisch sein, aufbrausend, gewaltig. Dann ist es imposant, ein wahres Schauspiel vor unseren Augen, dem wir unendlich lange zuschauen könnten. Aber es birgt auch Geheimnisse. Dunkle Geheimnisse, die irgendwann an die Oberfläche kommen. Es erzeugt Freude und Leid, zeigt sich in unterschiedlichen Farbnuancen. Manchmal ist es dunkel und kühl. So, dass man am liebsten ganz schnell Abstand gewinnt. Weil man Angst hat vor der Unendlichkeit, vor der Ungewissheit, die direkt vor einem liegt. Angst vor dem Risiko. In anderen Momenten ist es wiederum freundlich, einladend, fast schon zuvorkommend. Schwierig wird es immer dann, wenn es seinen Gemütszustand verändert. Wechselt, auf jetzt und gleich. Wenn es sich erst von seiner einladenden Seite zeigt und dann, wenn es die Leute in seinen Bann gezogen hat, zur Furie wird. Wenn es auf einmal dunkel wird und an einem reißt und zerrt. Einen zum Umfallen bewegt und dafür sorgt, dass man auf dem Boden liegen bleibt. Wenn es einem die letzten Kräfte raubt und einen in Gefahr bringt. Wenn es zur Gefahr wird. Denn es ist mächtig. So mächtig, dass es in so manchen Situation über Leben und Tod entscheidet. Es ist verantwortlich für das Leben Vieler, für das Leben allgemein. Und doch löscht es auch viele Leben aus, reißt Viele in den Tod. Es ist faszinierend und das Rauschen, was es von sich gibt, ist beruhigend. Beruhigend im Urlaub und im Alltag, wenn man sich etwas Zeit dafür nimmt. Mit seinen unendlich vielen Facetten und Zuständen, ist es stets unermüdlich und bleibt ständig in Bewegung. Hält uns in Bewegung: Das Meer.
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Mein liebster Ort…

Dort kann ich ewig sein. Ich fühle mich dort wohl, es ist einfach perfekt für mich. Für meine Bedürfnisse. Der Ort zieht mich an, ist anziehend. Und doch hält es mich dort nicht ewig, denn ich habe Angst etwas zu verpassen. Denn wenn ich mich an diesem besonderen Ort aufhalte, dann bin ich vollkommen angekommen. Die Realität zieht an mir vorbei und es fällt schwer wieder aufzubrechen. Auszubrechen aus dieser besonderen Welt, die diesen Ort für mich auszeichnet. Ihn kennzeichnet und ihn einfach einzigartig macht. Jeder hat diesen Ort, der eine fühlt sich mehr zu ihm hingezogen, der andere weniger. Aber letztendlich ist es unausweichlich. Manchmal, da kann er zu einer Qual werden, schreckliche Ereignisse verbindet man in solchen Tiefpunkten mit ihm. Aber überwiegend sind in den meisten Fällen die positiven Ereignisse, Erlebnisse und vor allem das Gefühl dort zu sein. Dort und gleichzeitig ganz wo anders. An einem anderen Ort, in einer anderen Welt. In der eigenen Welt. Die Welt, die man selbst geschaffen hat, sich selbst ausgemalt hat, komplett. Wenn in dieser Welt schlechte Ereignisse einen erwarten, Erlebnisse, die man besser ausgelassen hätte, dann führt das dazu, dass man den Ort schnell verlassen möchte. Die darauffolgenden Male, in denen man dort ist, fühlt man sich nicht mehr ganz so wohl, nicht mehr ganz so heimisch. Aber generell verfliegt dieses Unwohlsein schnell wieder. Es wird schnell ausgeglichen durch die Gemütlichkeit, durch die pure Entspanntheit, die man dort erlebt, lebt. Es ist einfach so weich, so kuschelig, so wohlig, dass man, nachdem man sich hineingelegt hat, nie wieder aufstehen möchte: Das Bett.
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Es schleicht sich ein…

Ganz langsam kommt es angekrochen. Unaufhaltsam breitet es sich in dir aus. Das damit einhergehende Gefühl ist unangenehm, penetrant. Es kriecht in alle Ecken deiner selbst und bleibt dort. Es hält, beißt sich fest. Jeglicher Versuch der Ablenkung scheitert, denn es lässt für nichts anderes Platz. Es lässt es nicht zu , dass du an etwas anderes denkst. An nichts anderes, als das, was der Auslöser dafür ist. Bei jedem deiner Schritte schwingt es unterbewusst mit. Fühlt sich bei jedem Meter schwerer an. Es lastet auf deinen Schultern und nimmt dein Bewusstsein ein. Es bringt dich dazu dich mies zu fühlen. Mies und schuldig. Vor allem wohl schuldig. Denn ohne deine eigene Schuld wärst du nun mal nicht in dieser Situation. Hättest es nicht im Nacken sitzen. Ständig. Und das eine ganze Zeit lang. Erst, wenn du dir selbst deinen Fehler eingestehst und ihn ausbügelst, zieht es sich langsam zurück. Aber selbst dann, wenn der Fehler scheinbar der Vergangenheit angehört, ist es noch immer irgendwo in dir. Unterbewusst. Und es erinnert dich an deinen Fehler. An das, wofür du dich schämst. Es flüstert dir, dass Fehler dazugehören, aber immer Narben hinterlassen. Narben, welche nach einer Zeit nicht mehr schmerzen und immer unauffälliger werden, aber dennoch für immer sichtbar bleiben. Unvergesslich eben. Sie erinnern an deinen Fehler. Der Fehler, der etwas ganz bestimmtes in dir ausgelöst hat. Das, was dich um deinen Verstand gebracht hat: Das schlechte Gewissen.
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Ausgesetzt, hilflos, wehrlos…

Mal kommt er unerwartet, mal kündigt er sich an. Gerade dann ist er ungeheuerlich, denn die Angst kommt in diesem Fall noch hinzu. Die Angst vor ihm. Denn er ist gewaltig, furchterregend und intensiv. So intensiv, dass man alles andere vergisst, dass man sich vergisst. Man schaltet alles andere ab. Denn er ist so einnehmend. Er drängt sich einem auf und weigert sich zu gehen. Ausgesetzt ist man ihm, hilflos und wehrlos. Man vergisst, blendet aus und kann nicht mehr richtig denken. Man kann nicht mehr richtig denken, denn er ist schließlich noch da. Er lässt einen nicht los, zerrt solange, bin man mental auf dem Boden liegt, bis man ihn einfach nur noch anfleht zu gehen. Einen endlich in Ruhe zu lassen, damit man wieder man selbst ist. Denkend und handelnd, ohne beeinflusst zu werden. In jeglicher Art und Weise. Er sorgt dafür, dass das Gehirn dem Körper Signale sendet. Signale, dass er da ist, dass er da sein muss. Und der Körper gehorcht. Mal zieht es, mal krabbelt es und mal setzt er dich vollkommen außer Gefecht, sodass du Mühe hast überhaupt noch zu atmen. Es gibt ihn in so vielen Arten, Variationen, Ausführungen, dass man jedes mal aufs Neue überrascht ist. Überrascht von seiner Plötzlichkeit, seiner Skrupellosigkeit und von seiner Macht über einen selbst. An sich ist er eine einzige Überraschung, die negativer nicht sein könnte. Er, der Schmerz.
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Zumindestens…

Wenn mir ein Fauxpax passiert, dann werde ich zumindestens bei Zeiten agressiv. Aklimatisieren ist in diesen Situationen abwägig, der einzigste Ausweg scheint in diesen Momenten die Wut rauszulassen. Und das ist auch der bestmöglichste für mich.

Wenn ihr beim Lesen der obigen Zeilen mehr als einmal gestutzt habt, dann macht euch keine Sorgen. Wenn ihr allerdings nichts bemerkt habt, dann ist das vielleicht ein Anlass zur Sorge. Denn in den Zeilen verstecken sich ungemein viele Rechtschreibfehler. Rechtschreibfehler, die mir selbst das Leben ziemlich schwer gemacht haben. Meistens nur beim Schreiben, aber ein Wort macht mir auch beim Sprechen Probleme: Zumindestens. Das Wort ist scheinbar so fest irgendwo in meinem Kopf verankert, dass ich es immer wieder falsch sage. Und natürlich immer wieder korrigiert werde. Immer wieder aufs Neue und es ärgert mich ungemein. Denn ich weiß ja, dass es „zumindest“ heißt, aber mein Mund formt automatisch ein „ens“ am Ende. Ich bin dagegen scheinbar machtlos. Klar, beim Schreiben liest man sich einen Text am Ende nochmal durch, aber diese Möglichkeit besteht nun mal beim Sprechen im Alltag nicht. Da muss es eben gleich richtig kommen und wenn nicht, dann kann man im Nachhinein nichts mehr korrigieren. Dann ist es raus und man ärgert sich schon  einige Situationen nach dem Aussprechen, wenn man seinen eben gemachten Fehler realisiert und am liebsten einfach zurück spulen würde. Aber das ist leider unmöglich. Gesagt ist gesagt. Denken muss man vorher. Mittlerweile habe es fast schon aufgegeben und da Viele, warum auch immer, diesen Fehler gar nicht zu bemerken scheinen, ist es auch nicht weiter schlimm. Schlimm finde ich es nur, wenn etwas immer zu falsch geschrieben wird. Und dafür wird man auch abgestraft, denn in Klausuren macht sich das gar nicht gut. Wenn einem als Erwachsener schwere Rechtschreibfehler in Dokumenten passieren, dann stelle ich mir das auch nicht so spaßig vor. Die Seriosität (nicht Seriösität!) geht dann wahrscheinlich schnell flöten. Klar, Tippfehler passieren jedem Mal und auch bei der Kommasetzung kann man mal ein Auge zudrücken, aber schwere Rechtschreibfehler sind auf Dauer für den Lesenden echt anstrengend. Oder lustig, wenn es sich um ganz Schlimme handelt. Aber zum Glück gibt es heutzutage ja die Autokorrektur, die zumindest (beim Schreiben mache ich es immer richtig) die gröbsten Unfälle verhindert.

 

Im vollkommenen Rausch…

Sie hatte Durst. Es war ein warmer Sommerabend und das Verlangen nach einem kleinen Schlückchen war so groß, dass sie sich kaum gerade halten konnte. Hinzu kam der süßliche Geruch, der scheinbar von einer Gruppe von Jugendlichen aus kam, die gerade gegrillt hatten. Auf dem, mit Teelichtern übersäten, Tisch standen Säfte, süße Säfte und alle möglichen Köstlichkeiten. Dieser Durst machte sie wahnsinnig, ihr Körper verzehrte sich geradezu danach. Und so scheute sie sich nicht und machte sich auf in Richtung der Jugendlichen. Diese bemerkten sie zunächst gar nicht, so tief waren sie in ihre eigenen Gespräche versunken. Vielleicht könnte sie etwas trinken, ohne dass die anderen es überhaupt merken würden, dachte sie sich. Sie selbst stand nicht gerne im Mittelpunkt. So führte sie der Weg direkt zur Trinkquelle. Als sie ihren Stachel in die Wade des einen Mädchens rammte. Es fühlte sich unglaublich gut an dieses süße Blut zu trinken, es schmeckte köstlich und sie bemerkte, dass es ihr von der einen Sekunde auf die Andere besser ging. Sie war gestärkt und doch blutdurstig. Also setzte sie ab und machte sich auf die Suche nach einer weiteren geeigneten Quelle, die sie am Arm eines Jungen fand. Sie war nun in einem vollkommenen Rusch. Als sie das dritte Mal bei einer weiteren Person ansetzten wollte, war sie zu offensichtlich. Das Blut hatte ihre Sinne vernebelt und so hatte sie sich doch direkt auf eine Nasenspitze gesetzt. Die Mücke spürte unter sich noch ein Zucken, bevor sie von einer Hand zerquetscht wurde und ihre Sinne sich verabschiedeten.
Sunset Fishing

Kein Entkommen…

In diesem Augenblick macht sich ein Gefühl in mir breit. Wie eine unaufhaltsame Welle überschwemmt es meine Gedanken und lässt mich hilflos zurück. Dieses Gefühl löst gleichzeitig Wut und Trauer in mir aus, lässt mich verzweifeln. Es steuert meinen Körper, lässt mich zittern und weinen. Es fegt wie ein starker Windsturm alles weg, so nimmt es mir unter anderem auch jegliche Hoffnung. Ich fühle mich leer, die negativen Gedanken und Gefühle beherrschen mich. Es ist als wäre ich erstarrt, eingefroren und gefesselt zugleich. Als würde mir alles Positive mit einem Mal genommen werden, als ob ich die Welt auf einmal nur noch in schwarz-weiß sehen könnte. Es ist als ob ein Filter voller dunkler Gedanken auf mich gelegt wird und mich runterdrückt, sodass ich kaum Luft bekomme. Wut kommt auf, wenn ich an das missbrauchte Vertrauen denke, welches ich jemanden geschenkt habe. Welches einfach weggeworfen wurde, mitsamt meiner Erwartungen, Hoffnungen. Dieses Gefühl klammert sich an meinem Herzen fest, lässt mich schwer atmen und schlucken, während eine Träne meine rechte Wange hinunterläuft: Enttäuschung.