Herbstgefühle…

Die Tage werden kürzer, kälter, düsterer und doch hat der Herbst seinen ganz eigenen Charme. Die goldene Blätterdecke reflektiert einzelne Sonnenstrahlen, die es geschafft haben die graue, einheitliche Wolkendecke zu durchbrechen, welche hartnäckig den Himmel eingenommen hat. Trotz sinkender Temperaturen, Regen und matschigen Straßen, hat der Herbst auch eine warme Seite an sich. Er sorgt für so ein manches wohliges, heimisches Gefühl im Herzen, welches sich langsam ausbreitet. Sei es, wenn man nachhause kommt und sich fühlt, als würde man langsam auftauen oder wenn man einen heißen Kakao trinkt, während man aus dem Fenster schaut und dabei zusieht wie die Wolken sich entleeren und ein gleichmäßiger Nieselregen gleichmäßig auf die Straßen herabfällt. Während die Blätter an den Bäumen weniger werden, nimmt die Vorfreude auf Weihnachten und den ersten Schnee zu. Obwohl man sich oft verflucht, dass man sich nicht noch wärmer angezogen hat, sorgt die Kälte letzendes dafür, dass alle näher zusammenrücken, beisammen sind. Der Nebel verhüllt einem draußen zwar die Sicht, doch drinnen werden die Gespräche klarer, tiefgründiger. Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Man steht bei Dunkelheit auf, man schläft bei Dunkelheit ein. Kuscheldecken, Kuschelsocken und Kerzen sorgen für eine wohlige Atmosphäre. Während sich viele Tiere in ihren Unterschlüpfen verkriechen, werden die dicken Wollpullis aus den Schränken hervorgeholt. Die Straßen werden leerer, die Schränke mit den Süßigkeiten voller. Während man durch die Kälte schwächer wird, werden die Gefühle stärker.  Erkältungen verbreiten sich, während der Egoismus abnimmt. Es gibt ein Miteinander, man ist beieinander, man denkt an einander. Kastanien, Bucheckern und rosige Wangen. Blätter, Pfützen und Duftkerzen. All das gehört für mich zum Herbst, welcher einzigartig wird durch seine vielen, vollkommen unterschiedlichen Eigenschaften, welche miteinander verschmelzen. Immer wieder. Jedes Jahr aufs Neue.
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10 Gedanken zu “Herbstgefühle…

  1. Hey! Danke für diesen schönen Beitrag! Ich mag den herbst total, auch weil man eben besinnlicher wird und sich ein bisschen mehr gedanken über den eigentlichen sinn des Lebens und die schnelle Zeitrchnung macht. es geht alles immer so schnell vorbei, also genißt doch einfach mehr die augenblicke! Sie sind es wert und ändern könnt ihr meit eh nichts!…wir werden heute auch erstmal einen familientag machen :))…wir machen nen ausflug zu einem schloss, auf dem wohl sogar schon mal kaiserin sissi war :O…ich bin gespannt! Ich wünsche euch einen tollen Sonntag! LG Maren

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  2. Für mich ist der Herbst zweischneidig. Ich mag ihn überhaupt nicht, sobald ich mich aufs Fahrrad setzen muss um im Dunkeln zur Bushaltestelle fahren zu müssen – am besten noch bei Regen. Es ist kalt und ich friere viel zu schnell. Es ist grau und drückt meine Laune erheblich. Aber ich liebe ihn auch, denn es gibt kaum was besseres als sich an einem verregneten Herbsttag auf der Caoch oder im Bett einzukuscheln und sich nicht schlecht zu fühlen, weil man nicht rausgeht. Es ist gemütlich und wenn dann auch noch ein goldener Herbsttag um die Ecke kommt… Das ist durchatmen und wahrnehmen.
    Liebe Grüße!

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