Maximaler Ekel…

Noch nie habe ich es so stark empfunden. Das Gefühl des Ekels.

Gestern Abend saß ich gemütlich, einer Sommerplaylist lauschend, draußen und schrieb einen neuen Blogbeitrag. Meine Finger schwebten nur so über die Tasten meines Laptops und zwischenzeitlich hielt ich immer mal kurz inne um über das Geschriebene nachzudenken. Als ich vollkommen in Gedanken versunken zu meiner rechten Seite auf den Boden blickte, traute ich meinen Augen kaum. Direkt in meinem Blickfeld befand sich eine große, schwarze Kakerlake. Noch nie zu vor hatte ich eine gesehen und doch konnte ich dieses Tier sofort zuordnen. Und gleichzeitig allzu gut nachvollziehen, weshalb dieses kleine Tier so ein Ekel hervorruft. Der Ekel kroch förmlich in mir hoch, während ich sie voller Schrecken beobachtete. Ich wollte einfach nur noch rein, aber das Vieh versperrt mir tatsächlich den Weg und machte auch keine Anstalten sich irgendwann auch nur einen Millimeter noch zu bewegen.

Lärm. Lärm schreckt doch die meisten Tiere ab, also doch auch sicherlich Kakerlaken, dachte ich mir und begann laut zu Klatschen. Doch das war definitiv ein Fehler. Denn anstatt zu sehen, dass die Kakerlake schnell reiß aus nimmt, musste ich feststellen, dass sie, warum auch immer, direkt auf mich zulief. Und mit laufen, meine ich rennen. Ich schaffte es gerade noch die Füße hochzuheben, da war das Tier auch schon direkt unter mir. Ich bekam die totale Panik und schrie. Doch das störte die Kakerlake nicht im Geringsten. Nach ein paar Minuten totaler Verzweiflung, Panik und vor allem des absoluten Ekels, nahm ich schließlich beide Füße in die Hand und verschwand so schnell ich konnte nach drinnen. Beim Schließen der Tür achtete ich ganz genau darauf, dass die Kakerlake schön draußen blieb. Als die Tür zufiel und der Schlüssel einmal im Schloss herumgedreht war, merkte ich erst, dass ich am ganzen Leib zitterte.

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20 Gedanken zu “Maximaler Ekel…

  1. ich musste doch kurz lachen – Verzeih mir 😀

    Diese Untermieter brauche ich nun auch nicht unbedingt in meinen vier Wänden, außerhalb dieser würden sie mir jedoch nicht wirklich einen Ekel hervorrufen können. Interessant ist, dass sie gleich zum „Angriff“ übergegangen ist. Sie wollte doch sicher nur kurz an deinen Füßen knabbern 😀

    Ich persönlich hätte wohl so reagiert, wenn eine Spinne – und möge sie noch so klein sein – in meiner Nähe sein.

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  2. Im Bild ist keine Kakerlake zu sehen, sondern eine Käferart Die deutsche Küchenschaben ist braun. Dein Ekel hat also nichts mit der Farbe zu tun, sondern vermutlich mit dem Wissen, dass Küchenschaben Krankheiten übertragen und Allergien auslösen können, meistens massenhaft auftreten und Lebensmittel befallen (ein Problem in Backfabriken und Großküchen). Auch, dass sie so schnell sind, wie du schreibst, schreckt ab. Vor Licht flüchten sie, weshalb sie eigentlich selten zu sehen sind.

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      • Klar, aber warum findet man Motten beispielsweise störend und Schmetterlinge schön? Wenn wir damit groß geworden wären, dass Kakerlaken süß wären (komische Vorstellung), dann wäre der Ekel vielleicht gar nicht da gewesen… Aber schwarz wirkt allgemein auf uns oft bedrohlich und wir kennen es ja nicht anders.

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      • Ich würde die trotzdem widerlich finden, auch wenn es Vorgabe ist dass die ekelviecher niedlich sind. Ich mag auch Würmer nicht. Spinnen und Schlangen. Auch wenn die genauso niedlich sind (für andere) Aber ich weiß schon was du meinst. Da scheiden sich die Geister. 😉

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