Zumindestens…

Wenn mir ein Fauxpax passiert, dann werde ich zumindestens bei Zeiten agressiv. Aklimatisieren ist in diesen Situationen abwägig, der einzigste Ausweg scheint in diesen Momenten die Wut rauszulassen. Und das ist auch der bestmöglichste für mich.

Wenn ihr beim Lesen der obigen Zeilen mehr als einmal gestutzt habt, dann macht euch keine Sorgen. Wenn ihr allerdings nichts bemerkt habt, dann ist das vielleicht ein Anlass zur Sorge. Denn in den Zeilen verstecken sich ungemein viele Rechtschreibfehler. Rechtschreibfehler, die mir selbst das Leben ziemlich schwer gemacht haben. Meistens nur beim Schreiben, aber ein Wort macht mir auch beim Sprechen Probleme: Zumindestens. Das Wort ist scheinbar so fest irgendwo in meinem Kopf verankert, dass ich es immer wieder falsch sage. Und natürlich immer wieder korrigiert werde. Immer wieder aufs Neue und es ärgert mich ungemein. Denn ich weiß ja, dass es „zumindest“ heißt, aber mein Mund formt automatisch ein „ens“ am Ende. Ich bin dagegen scheinbar machtlos. Klar, beim Schreiben liest man sich einen Text am Ende nochmal durch, aber diese Möglichkeit besteht nun mal beim Sprechen im Alltag nicht. Da muss es eben gleich richtig kommen und wenn nicht, dann kann man im Nachhinein nichts mehr korrigieren. Dann ist es raus und man ärgert sich schon  einige Situationen nach dem Aussprechen, wenn man seinen eben gemachten Fehler realisiert und am liebsten einfach zurück spulen würde. Aber das ist leider unmöglich. Gesagt ist gesagt. Denken muss man vorher. Mittlerweile habe es fast schon aufgegeben und da Viele, warum auch immer, diesen Fehler gar nicht zu bemerken scheinen, ist es auch nicht weiter schlimm. Schlimm finde ich es nur, wenn etwas immer zu falsch geschrieben wird. Und dafür wird man auch abgestraft, denn in Klausuren macht sich das gar nicht gut. Wenn einem als Erwachsener schwere Rechtschreibfehler in Dokumenten passieren, dann stelle ich mir das auch nicht so spaßig vor. Die Seriosität (nicht Seriösität!) geht dann wahrscheinlich schnell flöten. Klar, Tippfehler passieren jedem Mal und auch bei der Kommasetzung kann man mal ein Auge zudrücken, aber schwere Rechtschreibfehler sind auf Dauer für den Lesenden echt anstrengend. Oder lustig, wenn es sich um ganz Schlimme handelt. Aber zum Glück gibt es heutzutage ja die Autokorrektur, die zumindest (beim Schreiben mache ich es immer richtig) die gröbsten Unfälle verhindert.

 

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29 Gedanken zu “Zumindestens…

  1. Ohh, dein Blog ist klasse!
    Ich liebe es mich mit Worten und der Rechtschreibung auseinaderzusetzen, aber ich habe leider keine Ahnung von Grammatik und Großschreibung (wie du es im vorletzten Satz gebraucht hast, Zitat: „Oder lustig, wenn es sich um ganz Schlimme handelt.“, Zitat Ende) innerhalb eines Satzes.
    Wieso wurde das „ganz Schlimme“ denn nun groß geschrieben :O ? Weil es sich auf die Rechtschreibfehler bezog?
    Ich liebe es Texte „perfekt“ zu schreiben und ärgere mich dann echt, wenn ich ständig googlen muss, aber leider muss man diese Regeln einfach auswendig lernen.
    Also hier werde ich definitiv noch öfter vorbeischauen.

    Lieben Gruß 🙂

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    • Danke dir erstmal für dein liebes Kompliment! Ich freue mich sehr darüber eine neue Leserin zu haben! 🙂 Mit der Rechtschreibung ist das immer so eine Sache. Ich sitze auch oft vor Sätzen und frage mich, ob ich sie jetzt vollkommen richtig geschrieben habe. Solange die Fehler aber nicht allzu groß sind, kann ich persönlich bei anderen Blogs auch darüber hinwegsehen. Zu dem Textbeispiel: Das „schlimme“ bezieht sich auch die Rechtschreibfehler und ersetzt sie so. Da es sich um eine Substantivierung handelt, wird es großgeschrieben.
      Liebe Grüße,
      moteens

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  2. Weißt Du, was richtig gemein ist? Wenn man schnell-schnell am Handy was tweetet, einen Fehler reinhaut – und dann ausgerechnet sowas retweetet wird. Ich denke/hoffe/meine aber, dass gerade bei schnellen Medien da ein Auge zugedrückt wird.
    Beim Sprechen mache ich mir da tatsächlich kaum Gedanken. Umgangssprache kann ja auch durchaus charmant sein. Solange es nicht „einzigste“ ist. Und ich habe sogar heute Nacht im Traum (!) jemanden korrigiert, der „besser wie“ gesagt hat 😀

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    • Haha, also ich hatte lediglich mal einen Traum, in dem ich gestottert habe… 😀
      Bei Tweets ist mir das leider auch schon einmal passiert und ich wusste nicht, ob ich den Tweet löschen soll oder nicht, weil er eben schon retweetet worden ist. Eine gemeine Zwickmühle so was. Obwohl ich auch das Gefühl habe´, dass es bei den schnellen Medien kein Problem ist, solange die Fehler nicht zu kritisch sind. Wenn da jemand „rauh“ schreibt, dann kann ich ihn und seinen Inhalt gar nicht mehr ernst nehmen.

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  3. Das ist doch mein Thema 😀
    Ich bin auch ein kleiner „Grammatik-Nazi“ und ich ärgere mich immer ungemein, wenn ich einen Kommentar oder Beitrag absende, den ich in völliger Begeisterung oder Rage erstellt habe und dann feststellen muss, dass da ein wichtiges Wort fehlt oder ein Buchstabe, der den Lesefluss stoppt. Vor Allem, wenn man den Text nicht korrigieren kann. Zum Glück markieren die Web-Browser mittlerweile die groben Schnitzer.

    Als Kind habe ich immer i-Punkte vergessen. Ich habe in der 4. Klasse in einem Diktat die schlechteste Note bekommen, weil ein fehlender Punkt einen halben Fehlerpunkt ergab 😀
    Die Lehrer haben mir dann „Nachsitzen“ verordnet. Es sollte Nachhilfe sein, aber ich durfte einmal die Woche (am kürzesten Tag) länger als alle anderen bleiben und das hat dem Ganzen nicht zugetragen… ich meine, ich war 9 oder 10… irgendwann in der 6. Klasse verschwand das Problem ganz von selbst.

    In meiner Familie bin ich die einzige, die anscheinend die Veranlagung zum Hochdeutschen hat. Ich bin aus dem Erzgebirge – eine sehr sympathische Sprache, wie alle meinen. Aber die Grammatik und so manche Begriffe haben dort ihr Eigenleben. So wird es wohl niemand hinkriegen „als und wie“ auseinander zu halten. Man wird sich auch immer dagegen streben, dass es morgens und nicht „frühs“ heißt. Und Worte ohne Superlativ werden freudig gesteigert („einzigste“).

    Und: Es gibt tatsächlich Worte, die (wie in einer Fremdsprache) nirgendwo anders benutzt werden. Mein Freund kommt aus dem wilden wilden Westen (Leverkusen). Durch ihn lerne ich, welche Hochdeutsche Übersetzung es für manche Ausdrücke gibt. Manchmal weiß ich gar nicht, dass es nicht die offizielle Bezeichnung ist! Und im Gegenzug dazu führe ich ihn in die Untiefen meiner „Muttersprache“ ein 😀 Beispiele: „Tzschutschen“ – „schlürfen“
    „Hitzsch“ – „Fußbank“
    „Schmiesch“ – „Gliedermaßstab“ (ja, nicht Zollstock, den kann man nämlich nur einmal knicken)
    Und ganz viele Gericht-Bezeichnungen: Fladen und Teigwaren sind der Höhepunkt .. da weiß ich gar nicht mehr, wie ich ihm das Mahl beschreiben soll 😀

    Sehr cooler Beitrag.
    Ic freu mich immer über deine überschaubaren Texte!

    Liebe Grüße > sara

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    • Danke dir, das freut mich echt zu hören! Dass mit den i-Tüttelchen kenne ich leider zu geht. Gerade in Diktaten früher, schwang immer eine gewisse Hektik mit, in der mal schnell mal vergaß den Punkt zu setzen. Und ich fand es damals schon unnötig so viele Punkte dafür abzuziehen.
      Ich bin ganz ohne Dialekt aufgewachsen, stelle es mir aber ziemlich schwierig vor Hochdeutsch extra noch „lernen“ zu müssen. Wenn ich andere Dialekte höre, finde ich das immer ziemlich amüsant, denn ich verstehe meistens kein einziges Wort. 😀
      „Tzschutschen“ finde ich wirklich lustig und ich könnte es nicht aussprechen, da würde ich kläglich versagen. Also Respekt!😉
      Liebe Grüße,
      moteens

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      • 😀 Ich glaube, wenn du es hören würdest, könntest du es nachreden – Dialekte sehen geschrieben (wobei es da auch keine Regeln gibt) immer kompliziert aus ^^ Aber auch mein Freund bricht sich ab und zu dabei die Zunge und manchmal muss ich bei Geschriebenem selbst überlegen, obwohl ich den Dialekt von kindauf kenne ^^
        Ich musste Hochdeutsch nicht bewusst lernen. ich habe schon früh gesungen und ab und zu Vocal-Training für Solo-Stücke bekommen. Am Anfang musste ich langsam sprechen, aber ich konnte das Gelernte aus der Musik auf die alltägliche Sprache anwenden. Ein bisschen wie bei Leuten, die sich das Stottern abgewöhnen wollen. Soll allerdings wirklich selten sein.
        Mittlerweile höre ich zu Hause oft: „Sprich nicht so vornehm!“ 😀 Denn es ist mittlerweile verdammt schwierig umzuschalten. Ich bewundere jeden, der von jetzt auf gleich wieder in seiner Kindheits-Sprache sprechen kann.

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      • „Sprich nicht so vornehm!“ – Genial ^^
        Wenn sich andere mit Dialekt unterhalten, dann verstehe ich oftmals nur Bahnhof. Gerade bayrisch ist besonders schwer zu verstehen. Wenn man sich normal unterhält, dann spricht man schneller und dann ist das in meinem Kopf ein einziges Wort Wirrwarr. Ich bewundere Leute, die Hochdeutsch und einen Dialekt können!

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    • Klar, Fehler sind menschlich. Und trotzdem kommt man um sie oft nicht herum, muss sich ihnen zwangsläufig stellen. Und gibt es bei dir irgendwelche Fehler, die sich immer wieder einschleichen?

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      • Ja klar gibt es die. Wer hätte die nicht. Früher hatte ich die blöde Angewohnheit, manchmal zu agressiv zu sein. Ich habe mich dann hinterher immer furchtbar darüber geärgert. Mit den Jahren wird man gelassener. Auch werde ich manchmal zu lange in meinem Ausführungen (ich arbeite daran). Und ich bin ein Gerechtigkeitsfanatiker, was ich nicht unbedingt als Fehler sehe, aber ich versuche mich etwas zurückzuhalten (auch hier wird man mit den Jahren gelassener)

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      • Wenn man Fehler bekämpfen möchte, muss man sich selbst erst mal klar darüber werden. Man muss sie sich eingestehen und dazu stehen, erst dann kann man bewusst darauf achten. Das hast du offensichtlich getan und so kannst du daran arbeiten. Meiner Meinung nach ist es eine sehr positive Eigenschaft, wenn man sich selbst Fehler eingestehen kann.

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  4. Und nach ganz vielen „gefällt mir“ bin ich nun beim „Guten Morgen“ gelandet. 🙂

    Guten Morgen, also. )

    Für mich gibt es im Leben nicht allzu viele „Fehler“, außer denen, die im Herz passieren; das sind die wirklichen und schlimmen.

    Und damit wäre ich bei Deinem „Faux Pax“, den Du so natürlich nicht gemeint hast; dem „Falschen Frieden“.

    Immer wenn ich einen „falschen Frieden“ schließe, gebe ich mein Herz auf und versinke in einen häßlichen, zum Teil trostlosen Zustand, in dem ich wirklich verloren habe; ich belüge mich und andere…

    Und das ist schlimm.

    Ein „Fauxpas“ ? Tja, da rutscht man aus. 😉

    Liebe Grüße,
    Frank

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    • Dir wünsche ich auch einen schönen Morgen und natürlich, es gibt schlimmere Fehler, als die in der Rechtschreibung. Obwohl man natürlich auch um die kleinen Fehler manchmal nicht herumkommt und sie zwangsläufig verinnerlichen muss, damit man sie ausbügeln kann.

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    • Haha, das wäre es ja: Eine Rechtsprechkorrektur. Wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass irgendwann in ferner Zukunft jemand so etwas erfinden wird. Nur dass mit dem Zurückspulen wird wohl etwas problematisch sein.. Und wie ist es bei dir? Hast du irgendwelche Worte, die du immer falsch aussprichst oder als Kind falsch ausgesprochen hast?

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      • Als gebürtiger Schwabe, der aber gelernt hat, sich Hochdeutsch und eloquent (ich hoffe doch) auszudrücken, ertappe ich mich immer wieder, dass ich „des“ sage, wenn ich das sagen sollte. Ich spule dann manchmal zurück und wiederhole das dann richtig 😃

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      • Also rein vom Schreiben her finde ich deine Ausdrucksweise sehr eloquent. 😅😉 Und ich finde es immer sehr unterhaltsam, wenn Schwaben sich unter einander unterhalten! (Wahrscheinlich hört man das als Schwabe nicht so gern, aber das ist durchweg positiv gemeint!)

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      • Das halte ich erst mal für ein sehr wohlwollendes und gediegenes Kompliment für welches ich mich in aller Form und der gebotenen Wertschätzung ganz herzlich bedanken möchte.
        Und Du solltest mir mal zuhören, wenn ich mit meinen schwäbischen Kollegen in unserem Headquarter im schwäbischen Eppingen unterhalte. Da schalt ich dann au sofort uff Schwäbisch um, weil des eba die Sproch isch, mit der I groß gworda bin. Nix für uguat, I hoff Du hosch alles vrstanda 😃

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      • Mit Mühe und Not habe ich nach sorgfältigem Lesen der letzten Zeilen endlich den Sinn dahinter verstanden. Ich stelle es mir aber irgendwie schwer vor, wenn man neben dem Dialekt, mit dem man aufgewachsen ist, auch Hochdeutsch lernen/können muss.

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      • Das ist ja wie eine Fremdsprache… und manche Wörter sind ja auch ähnlich. Schreiben geht ja auch einigermaßen auf Hochdeutsch 😉Geht in meinem Job gar nicht amders. Sich als Schwabe in Berlin in manchen Stadtteilen zu erkennen zu geben, kann ja auch etwas gefährlich sein 😃

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      • Mit der Rechtschreibung und Dialekten kenne ich mich gar nicht aus. Lernt man in der Schule nur auf hochdeutsch zu schreiben? Anders kann ich mir das gar nicht vorstellen, denn das Abitur ist ja ab nächstem Jahr bundesweit dasselbe…

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      • Da hast du wahrscheinlich recht. Obwohl ich es echt toll finde noch eine zweite „Sprache“ zu können. Da ich andere Dialekte nicht verstehe, sehe ich sie als komplett andere Sprache an… 😉

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