Warum hüpfen, wenn man fliegen kann?…

Warum robben, wenn man krabbeln kann? Warum gehen, wenn man laufen kann? Warum hüpfen, wenn man fliegen kann? Manchmal werden einem eben die Flügel abgeschnitten, sodass man keine Möglichkeit mehr zum Fliegen hat. Auch, wenn man sich selbst nichts sehnlicher wünscht.

Es heißt, dass man auf die Nase fällt. Dass das dazu gehört. Zum Ausprobieren, zum Lernen. Aber was, wenn andere genau das verhindern wollen? Wenn sie genau davor Angst haben. Angst, dass du hinfällst und liegen bleiben würdest. Ohne aufstehen zu können. Es gibt einfach Situationen, in denen man die Ängste und Sorgen der Menschen um einen herum verstehen muss, in denen man darauf eingeht und Sachen nicht macht, um ihnen entgegenzukommen. Aber dann gibt es wieder Momente, in denen man sich einfach nur losreißen möchte. Losreißen von den unsichtbaren Ketten, die man an seinen Händen spürt. Denn man hat das Gefühl, dass sie immer enger werden. Sie drücken, schüren ein, und das vor allem mental. Man kann nicht mehr richtig denken, fühlt nur noch den Schmerz der Ketten und ist sich bei jedem Schritt ihrer bewusst. Man kann an kaum etwas anderes mehr denken, denn sie begleiten einen, täglich, stündlich. Und sie werden immer enger, der Schmerz wird größer und man würde sie am liebsten abschütteln und frei sein. Frei sein und fliegen. Auf und davon. Dieser Gedanke hält so lange an, bis man wieder in der Realität angekommen ist. Bis man die Angst und die Furcht in den Gesichtern der Anderen sieht und sich selbst die Ketten wieder anlegt. Denn frei sein ist zwar schön, aber birgt auch ein hohes Risiko. Das Risiko auf die Nase zu fallen und sich dabei nicht nur selbst weh zu tun.

Advertisements

23 Gedanken zu “Warum hüpfen, wenn man fliegen kann?…

  1. Man tut anderen kein gefallen, wenn man sich Fesseln anlegt/anlegen lässt. Nie. Es sind ihre Ängste, die folglich nicht deine sind….aber deine werden können, hörst du nicht genau auf DICH, was du eigentlich brauchst….manchmal sind es sogar die Ängste deren Eltern…ein Teufelskreis den jeder durchbrechen kann, wenn er gewillt ist. Man muss nicht rigoros dran gehen…es geht auch sanft…in dem man ohne viel Worte lebt…man braucht keine Einladung zum Leben…man brauchst auch keine Erlaubnis (sofern man im gewissen Alter ist 😉 )….Lässt man die Fesseln zu, wächst ein Druck…stärker und immer stärker…Unzufriedenheit…Gefühle die plötzlich willkommen sind? No way…never. Freiheit sieht anders aus. Man bekommt vom Leben einen Weg, den man selbst gestalten darf. Sonst verpasst man das Leben und irgendwann denkt man…ist ja auch ok so wie es ist….aber was wäre, wenn du ……Nein….deine Entscheidung…Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    • Man muss sicherlich immer ein gewisses Gleichgewicht herstellen. Einerseits verzichtet man auf etwas, zum Schutz der Anderen und auf der anderen Seite nimmt man sich Freiheiten, weil man sie einfach zum Leben braucht. Ein Leben in dem man ewig angekettet ist, ist kein richtiges Leben.

      Gefällt 1 Person

      • Nicht zwangsläufig, es kommt eben darauf an, wann und wie oft man Zugeständnisse macht und wann man sich losreißt. Denn es gibt Situationen, in denen es einfach wichtiger ist, deine Mitmenschen in ihren Gefühlen zu schützen, anstatt sich selbst durchzuboxen und die Gefühle der Anderen zu treten.

        Gefällt 1 Person

      • Da werden wir uns nicht einig 😉 …sagte auch nicht durchboxen…leider sind das z.B. oft Spielchen um jemand kontrollieren zu können, um sonst jaaaa nicht mit dem großen SORGE Wort zu drohen. Man verletzt die anderen nicht damit…sie verletzen sich selbst. Durchboxen wäre verletztend, ja….sanftes abkoppeln eben nicht….es gibt natürlich Zusammenhänge, die ich jetzt eben nicht kenne, weil das auch sehr ins Detail gehen würde…Familiengeschichten, eigene Geschichte etc. …für manche ist es scheinbar eine Art von Freiheit diesen Schutz der Sorge zu genießen.

        Gefällt 1 Person

      • Es kommt halt letztendlich immer auf die Situation an. Manchmal, da hast du vollkommen recht, muss man sich einfach abkoppeln. Aber dann gibt es auch Situationen, in denen man selbst die Anderen in ihrer Sorge versteht, wo der Kompromiss leichter für einen selbst ist, als die vollkommene Abkopplung. Denn manchmal möchte man sich einfach nicht vollkommen abkoppeln…

        Gefällt 1 Person

      • Komplett abkoppeln…viele Denken, dass dann natürlich auch der Kontakt abhanden käme. Für mich nicht. Das sind zwei paar Schuhe für mich. Aber ich weiß, das viele es damit verbinden. Wichtig wäre…Warum? Welcher Zweck steckt dahinter? Viele finden zuerst die Gründe es so Hand zu haben, um natürlich dem Anderen irgendwo gerecht zu werden. Aber welche Beweggründe hat man selbst? Traut man sich das Leben (selbst) nicht zu?Wobei sucht man denn die Unterstützung? Liegt es an der fehlenden Kommunikation oder an der richtigen, authentischen? Braucht man diese Abhängigkeit? Wie weit darf sie gehen, damit man sich selbst noch wohl fühlt?….es entstehen automatisch Fragen….und wenn man bereit ist, sich diesen zu stellen, kann man sich damit wohler fühlen oder eben daran arbeiten etc. Man selbst trägt die Verantwortung für sein Leben. Kein Anderer. Wenn Zugeständnisse ok sind. Dann ist das eben so.

        Gefällt 1 Person

      • Wahrscheinlich sehe ich das Ganze noch ein wenig anders, weil ich eben noch ziemlich jung bin und in vielerlei Hinsicht noch abhängig bin. Nicht nur von der Familie, sondern auch von der allgemeinen Sicherheit, von Schutz… Danke dir für’s Meinungsagen und ich wünsche dir einen schönen Start in die Woche! 🙂

        Gefällt 1 Person

      • 🙂 ….ja ich vergesse manchmal das du noch Jünger bist….hab dich gerade wohl abgeschreckt hihihi….vielleicht arbeitet es ja noch nach ;)….aber hast das Gespräch höflich beendet, danke dir ;)….schöne Woche!Liebe Grüße

        Gefällt 1 Person

      • Abgeschreckt auf keinen Fall! Im Gegenteil, ich finde es toll in den Kommentaren Diskussionen führen zu können, wenn man sich austauscht und mal nicht dieselbe Meinung hat. Sonst wäre es ja irgendwann auch langweilig 😛 Das Gespräch einfach zu beenden war nicht meine Absicht, ich hatte vielmehr das Gefühl, dass alles gesagt worden ist, aber nur zu, ich freue mich natürlich auf weitere Gedanken!! 😉 🙂

        Gefällt 1 Person

      • hahaha ok….wenn du das Gefühl hattest, dann hatte es gerade wohl auch gereicht. Hey ein Ding….alles gut 😉 ….ich mach mich jetzt ans Lernen….damit ich voran komme…wenn du also noch Fragen hast 😉 …Here i am…

        Gefällt 1 Person

  2. Da fällt mir ein Lied von Sido, eigentlich von Rio Reiser ein. „Geboren, um frei zu sein…“

    und schwupp auf meiner Sonntags-Playlist!

    Einen schönen und friedvollen Sonntag mit vielen Glücksmomenten Dir und Euch allen…

    Liebe Grüsse
    Thomas

    Gefällt 2 Personen

    • Die ersten paar Zeilen sind mir genau so gestern durch den Kopf gegangen und ich habe sie sofort aufgeschrieben. Sie sind also unverfälscht direkt aus dem Herzen in meinen Kopf gekommen und wurden direkt niedergeschrieben. Heute folgte dann der restliche Beitrag.. Freut mich, wenn diese Worte zum Weiterlesen anregen! 🙂

      Gefällt 3 Personen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s