Eine löchrige Angelegenheit…

„Und die hast du so schon gekauft?“ Diese Frage wurde mir in den letzten Wochen extrem oft gestellt. Sie bezog sich auf meine neue Jeanshose. Im Moment sind Löcher total im Trend. Eigentlich ist es egal, an welcher stelle sie sich befinden, Hauptsache sie fallen auf. Vor ein paar Wochen habe mir eine schwarze Jeans mit zwei Löchern direkt an den Knien zugelegt. Als meine Mutter die Hose sah, schüttelte sie nur den Kopf und seufzte. Davon habe ich mich allerdings nicht entmutigen lassen. Da die Jeans auch sonst perfekt passte, habe ich sie so oft wie möglich getragen. In der Schule bekam ich dafür Komplimente, alle außerhalb meiner Generation allerdings schauten nur ungläubig auf die Löcher. Mein Opa fragte mich beispielsweise, weshalb ich mit etwas Kaputtem rumlaufe und warum ich mir Löcher in meine Hose schneide. Und genau das brachte mich auf eine Idee. Ich nahm einige meiner alten Hosen und schnitt Löcher rein. Sie gefielen mir tatsächlich sofort viel besser. Sonst wären sie wahrscheinlich in meinem Schrank vermodert. Gestern habe ich allerdings gemerkt, welche Nachteile so eine löchrige Hose auch haben kann. Abgesehen natürlich davon, dass man sich die Beinhaare täglich rasieren muss. Als ich gestern von der Schule zurückkam, stolperte ich und fiel – ihr könnt es euch vermutlich schon denken – direkt auf die Knie. Und die waren durch die Löcher leider keineswegs geschützt. Im Gegenteil. Die nackte Haut prallte auf den steinigen Weg. Bei den Löchern der Jeans klafften nun zwei offene Wunden und ich ärgerte mich ziemlich. Denn nun kann ich die Jeans erst einmal nicht mehr anziehen! Das war tatsächlich mein erster Gedanke. Danach erst dachte ich an die Wunden. Auf die habe ich gestern, zuhause angekommen, erst einmal zwei große, weiße Pflaster geklebt. Im Anschluss bin ich dann ins Einkaufszentrum gefahren und habe mir erst einmal eine neue Jeans zugelegt. Diesmal allerdings eine ohne Löcher.

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8 Gedanken zu “Eine löchrige Angelegenheit…

  1. Ich finde für löchrige Hosen wird enorm viel Geld verlangt.. Dafür dass man sie auch selbst reinschneiden kann.. Aber ich mag löchrige Hosen zum Teil auch ganz gern, kommt immer drauf an.. 😉 Das mit dem Knie ist natürlich dumm gelaufen.. 😉

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  2. Guten Morgen.

    Ich finde Mode gut, besonders für jüngere Menschen. – Für mich gilt auch hier: „Ein Bild sagt mehr, als tausend Worte.“

    – Noch besser ist es allerdings, wenn die jeweilige Modeaussage bekannt ist und hinterfragt wird. Und wer es hinbekommt, seine Klamotten selbst zu stylen; noch besser.

    Vermarktet wird heute leider alles; vor nichts macht das Halt. Das stört mich daran. Überall der Wurm der Geldgeilheit um jeden Preis; sogar in Folter, Krieg und Flucht. Das ist grauenhaft.

    Bei den löcherigen Jeans, die es übrigens schon viele Jahre gibt, fand ich es immer optisch interessanter, wenn etwas legginsmäßiges daruntergetragen wurde.

    Ich weiß nun nicht, wie modemutig Du bist. Auf Deine „Unfalljeans“ würde ich zwei Flicken setzen mit dem Logo „Lücke“. – Dann hast Du Gespräch. 😉 Doch ich würde das tun; es ist Deine Mode.

    Und das Kopfschütteln im Elternhaus finde ich einen Erfolg, ebenso, wie Deinen Unfall; Du kannst daraus lernen, wenn Du es möchtest.

    Liebe Grüße,
    Frank

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