Die eigene Wahrheit…

Ja oder nein. Wahr oder falsch. Manchmal ist es leider nicht so einfach. Verschiedene Ansichten, Meinungen haben ihren Ursprung in unterschiedlichen Wahrheiten. In individuellen Wahrheiten. Jeder hat seine eigene Wahrheit, glaubt fest an sie. Die eigene Wahrheit ist durch die eigenen Ansichten festgelegt. Daher gibt es verschiedene Wahrheiten.
Manchmal gibt keine eindeutigen Beweise, die eine allgemeingültige Wahrheit unterstreichen. Es gibt immer Argumente für die unterschiedlichsten Sichtweisen. Es liegt jeweils im Auge des Betrachters. Auf unterschiedliche, individuelle Wahrheiten stößt man tagtäglich. Wir finden sie in dem Glauben oder auch in der Politik. In verschiedenen Ländern und Kontinenten. Eines ist allerdings bei jeder einzelnen Wahrheit gleich. Es gibt jemanden, der an sie glaubt. Vielleicht muss es auch nicht immer eine allgemeingültige Wahrheit geben. Denn wenn man versuchen würde eine solche festzulegen. dann würde sie immer unvollkommen sein. Die vollkommene Wahrheit gibt es nämlich oftmals nicht. Natürlich wäre mit ihr so einiges leichter, klarer. Aber manchmal ist eben diese Unvollkommenheit auch der Schlüssel zur Menschheit. Zu verschiedenen Ansichten, Meinungen, Menschen. Sie ist der Schlüssel zu Individuen. So welche, wie wir sie sind. Wir, mit unseren unterschiedlichen Ansichten, Meinungen und Weltbildern. Wir betrachten die gleichen Dinge auf unterschiedlichste Art und Weise. Wir ziehen unsere eigenen, oftmals verschiedenen Resümees. Aus diesen unzähligen Resümees formen wir uns eine eigene Wahrheit. Wenn wir neue Erfahrungen machen, dann kommen neue Resümees derer hinzu und unsere Wahrheit verändert sich vielleicht. Denn sie ist niemals vollkommen. Sie kann sich in jeder Sekunde verändern. Sich neu formen.
Es gibt also weitaus mehr, als nur wahr oder falsch. Und vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Jeder kann das glauben und für wahr halten, was er will. Er kann eine individuelle Wahrheit haben. Denn diese macht ihn als Mensch aus. Diese macht uns, jeden einzelnen Menschen individuell. Auch wenn viele nicht erkennen, wie falsch ihre eigene, Wahrheit doch ist.

 

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7 Gedanken zu “Die eigene Wahrheit…

  1. Ich muss sagen, dass mir das zu allgemein gehalten ist, dass jeder seine eigene Wahrheit haben kann.
    An ein paar Bsp. wäre das ev. besser zu verargumentieren, ev. auch zu widerlegen.
    Insbesondere finde ich, dass rein logische Dinge, z.b. eine Vorschrift oder ein Gesetz, wenig bis gar nichts mit „eigener Wahrheit“ zu tun hat. Auch Vorgänge in der Natur oder physikalische Abläufe bedürfen keiner „eigenen Wahrheit“ oder unterschiedlicher Sichtweisen.
    Ich finde solche „eigenen Wahrheiten“ sind oft auch vorgeschoben, um sich gegenüber anderen durchzusetzen oder recht zu haben bzw. sich einen Vorteil zu verschaffen oder aber auch, um sich mit etwas nicht auseinandersetzen zu müssen.
    Bei Dingen, an die man unterschiedlich herangehen kann, haben unterschiedliche Wahrnehmungen bzw. „eigene Wahrheiten“ sicherlich ihre Daseinsberechtigung.

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    • Diese feststehenden Wahrheiten möchte ich auch gar nicht anzweifeln oder widerlegen. Mir geht es lediglich darum, eigenen, unterschiedlichen Wahrheiten zu erklären. Wenn man die Zeitung aufschlägt, wird man mit vielen kontroversen Aussagen konfrontiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Sie alle beziehen sich auf das selbe Thema und haben eine Gemeinsamkeit. Derjenige, der diese Aussage getätigt hat, hält sie anscheinend für wahr. Diesen Prozess des Entstehens einer eigenen Wahrheit versuche ich in meinem Beitrag zu erläutern. Dass es unzählige festgelegte, unwiderlegbare Wahrheiten gibt, ist auch für mich unbestreitbar.

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      • Ok, dann sind wir uns einig 😉
        „Eigene“ Wahrheiten haben sicherlich sehr viel mit Voreingenommenheiten zu tun bzw. mit der Suche nach eigenen Vorteilen. Oder aber damit, sich in den Vordergrund zu schieben.
        Letztlich, so denke ich, läuft es alles darauf hinaus, dass derjenige, der „recht“ hat, damit einen Vorteil erhält, was sich aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen ergeben haben könnte, denn derjenige, der Vorteile hatte, dem folgten andere, und das half beim Überleben. Vieles, was der Mensch so macht, scheint mir auf solche Verhaltensmuster zurück zu führen
        Die meisten Dinge sind rein logisch eindeutig, sprich WAS zu WAS führt, und welche Ursachen es gibt. Eine eigene Wahrheit verschafft aber ev. einen Vorteil, und sei es nur den, jemand nach dem Munde zu reden, und somit DAZU zu gehören, zu denen, die etwas zu sagen haben.
        Mal so rein spekulativ ……

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    • Auch Naturwissenschaften sind nie vollkommen wahr. Das Fach, für dass das am meisten nich gilt, ist Mathematik, anschließend Physik und Chemie und dann wird es schwierig. Ein gutes Beispiel ist die Quantenmechanik, z.B. die Heisenbergsche Unschärferelation oder Schrödingers Katze, der Welle-Teilchen Dualismus (zumindest ein wenig ausgesöhnt durch die Schrödinger-Gleichung) oder die String-Theorie usw. Und das die Chemie stimmt, weiß man oft erst danach, darum macht man ja überhaupt erst die ganzen Experimente. Mathe ist eine ziemliche Ausnahme, vielleicht waren deswegen die Pythagoreer so sehr davon fasziniert…
      Und von anderen Wissenschaften will ich gar nicht erst anfangen: Was z.B ist in Psychologie oder Sozialwissenschaften, Philosophie oder Geschichte wirklich wahr?
      Also eine durchaus komplizierte Frage…

      Gefällt 1 Person

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