Hund weg…

Silvester war großartig. Das Essen hat toll geschmeckt und überall schossen Feuerwerkskörper in die Luft. Ein wunderschöner Anblick. Nur einer konnte das ganze Spektakel überhaupt nicht genießen. Unser Hund. Am späten Nachmittag bemerkte meine Mutter, dass die Haustür sperrangelweit aufstand. Und der Hund war weg. Jedes Jahr ist Silvester die reinste Hölle für ihn. Die lauten Knalle erschrecken ihn jedes Mal und er rennt zitternd mit eingezogenem Schwanz herum. Dabei hechelt er ganz aufgeregt. Man darf nicht vergessen, dass sein Gehör viel besser ist als das eines Menschen und er  die ganzen Geräusche viel lauter wahrnimmt. Deshalb fand ich es auch nicht so lustig, dass bereits vorgestern geknallt wurde. Für den Hund die reinste Tortur.
Und selbst jetzt scheint die Knallerei kein Ende zu finden, wie ich gerade überrascht feststellen muss.

Als meine Mutter losgefahren ist um den Hund zu suchen, hat sie im Radio gehört, dass ein Hund bei uns in der Nähe gefunden wurde und zur Polizei gebracht wird. Wie sich herausstellte handelte es sich zum Glück um unseren Hund. Ein Ehepaar, welches ihn gefunden hatte, hatte sogar angeboten ihn mit nachhause zu nehmen. Allerdings ging das aus rechtlichen Gründen nicht. Meine Mutter fand das so rührend, dass sie in den nächsten Tagen dem Ehepaar mal eine Kleinigkeit als Dankeschön vorbeibringen wird.

Als ich gehört habe, dass der Hund weg ist, habe ich mich sofort an Silvester vor fünf Jahren erinnert. Was da Schreckliches passiert ist könnt ihr hier nachlesen. Daher sind die alten Erinnerungen wieder hochgekommen und ich habe mir natürlich das Schlimmste ausgemalt. Die ganze Zeit waren meine Gedanken lediglich bei dem verängstigten Hund und den ganzen Feuerwerken.

Zum Glück ist dem Hund nichts passiert und er ist wieder zuhause. Mittlerweile hat er sich auch wieder erholt und verhält sich normal.

Wie war euer Silvester so? Habt ihr etwas Besonderes gemacht oder lediglich vor dem Fernseher gegammelt?

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13 Gedanken zu “Hund weg…

  1. Ich weiß genau, was du meinst. Ich hatte bis vor ein paar Jahren einige Katzen. Und an Silvester sorgte ich immer dafür, dass die Katzen beizeiten im Haus waren (und die haben sich dann auch ängstlich in die hintersten Ecken verzogen). Gestern (bzw. heute) wie die Knallerei zu Gange war, da hätte man, wenn man für eine Minute das ganze Getöse hätte abstellen können, nur bleierne Schwere gehört, nämlich Totenstille, weil jegliches Geräusch aus Tierkehlen ängstlich verstummt gewesen wäre.

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    • Ich liebe die ganzen Feuerwerke, aber ich finde es so schade, dass damit auch diese Knallerei verbunden ist. Ich selbst bin das ein oder andere mal auch zusammengezuckt, weil es so laut geknallt hat. Irgendwie denke ich auch an die Menschen, die einen Krieg miterlebt haben und frage mich, ob sie die ganze Knallerei nicht daran zurückerinnert. Draußen war es ja unglaublich laut und ein Knall folgte auf den nächsten. Für die Tiere tut es mir besonders leid, weil die gar nicht wissen, was überhaupt los ist. Lärm bedeutet in deren Augen (oder eben Ohren) nur Gefahr und damit Angst. Ich hätte so gerne meinem Hund klar gemacht, dass das alles ein Ende hat und nichts Schlimmes ist.

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