Diese Rücksichtslosigkeiten…

Gerade bin ich aus einem entspannten Urlaub zurückgekehrt, da bin ich schon wieder total gestresst. Kurz vor dem Urlaub habe ich mir neue Schuhe gekauft. Weiße Sneakers. Viele haben mir davon abgeraten, da weiß so schnell schmutzig werden kann, allerdings war und bin ich (was meine Schuhe betrifft) ziemlich achtsam. Und da ich schlichte Schuhe bevorzuge und eine neue „Farbe“ wollte, entschloss ich mich, diese zu kaufen. Okay, zugegebenermaßen hat meine Mutter den Part des Bezahlen übernommen, danke dafür. In den Ferien wohnten wir in einem Hotel mit riesigem Pool. An ebendiesem Pool konnte man sich immer etwas zu trinken nehmen. Dementsprechend standen neben meiner Liege meistens, wie auch an diesem Tag, einige Pappbecher. Die ganze Zeit über am Pool regte ich mich innerlich total über eine Familie auf, die quer über den ganzen Pool hinweg Ball spielte.
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Nichts gegen das Ballspielen. Sport im Urlaub ist doch klasse, da wird gleich etwas gegen die Urlaubspfunde unternommen. Ich habe mit meiner Schwester auch des Öfteren gespielt. Aus Spaß natürlich, denn Urlaubspfunde kenne ich nicht. Schön wär´s! Bei der Ballspiel-Familie ist der Ball allerdings jede zweite Sekunde aus dem Pool geflogen. Und stattdessen, dass jemand von denen aus dem Pool geht, sich entschuldigt, dass er mal wieder jemanden auf den Kopf getroffen hat, warteten sie ab. Nach wenigen Sekunden fühlte sich dann auch immer der Abgeschossene in der Pflicht dem Ball hinterher zu rennen und ihn zurückzuspielen. Allerdings hat dieser dann noch nicht einmal ein „Dankeschön“ zu hören bekommen.
Als ich am Abend meine Sneakers nahm (ich hatte meine Flip Flops vergessen) war ich schockiert. Meine weißen Sneakers waren übersäht mit dunkelbraunen Flecken. Meine Schwester erzählte mir, dass ein Junge der Ballspiel-Familie mit dem Ball einen Cola-Becher umgestoßen hat, der neben meiner Liege stand. Dieser ist daraufhin ausgekippt. Sie hatte nicht gesehen, dass meine Sneakers betroffen waren und hatte sich nur gewundert, warum der Junge mit aufgerissenen Augen ein „OH“ von sich gegeben hatte. Klar, jedem kann so ein Missgeschick mal passieren, allerdings gehört es sich in solch einer Situation den anderen mindestens darauf aufmerksam zu machen. Und selbst wenn der Junge es selbst nicht bemerkt hatte, dann hätte er sich wenigstens für den umgefallenen Becher entschuldigen können. Den hatte er schließlich bemerkt. Solche Menschen regen mich tierisch auf. Wenn man einen Fehler macht, dann sollte man meiner Meinung nach auch dazu stehen und die Konsequenzen tragen. Und nebenbei bemerkt hat die ganze Ballspiel-Familie dieses Missgeschick bemerkt und nichts gesagt. Naja, morgen früh landen meine Schuhe erst einmal in der Waschmaschine und ich hoffe von ganzem Herzen, dass sie wieder die frühere Farbe annehmen. Am Flughafen ging es nämlich weiter. Dieser Flughafen war winzig und Massen von Menschen liefen total chaotisch hin und her.
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Wir sollten zuerst an das Dreiundzwanzigste Gate gehen, hatte aber Pech. Es gab nur Zweiundzwanzig Gates. Es sind mir so viele Leute auf die Füße getreten oder haben mich angerempelt, dass ich nicht mal mehr mitzählen konnte. Alle so derartig unfreundlich, dass ich mir jedes Mal von neuem vornahm, dem nächsten meine Meinung zu geigen. Was ich natürlich nicht gemacht habe. Jetzt, wider zurück zuhause, hoffe ich nur, dass ich mich in meinen restlichen Ferien nicht über irgendwelche rücksichtslosen Menschen aufzuregen brauche.

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7 Gedanken zu “Diese Rücksichtslosigkeiten…

  1. Diese Rücksichtslosigkeit begegnet uns Menschen viel zu oft im Alltag, denke ich mir manchmal. Warum müssen wir alle immer so egoistisch sein, nur an uns denken und nicht einmal – sei es doch nur beim durch die Stadt laufen – darauf achten, dass man nicht zehntausend Leuten die Schulter total gegen den Körper haut, weil man diese besagte Schulter nicht einfach zwei cm zur Seite bewegen kann. Eigentlich traurig.

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