Die Frage des Vergleichs…

Oft, ja eigentlich umgangssprachlich, benutzen wir Gegensatzpärchen. „Viel“, „wenig“, „lang“, „kurz“… Es gibt tausende solcher Paare. Aber wie kann man diese eigentlich definieren und korrekt verwenden? Wenn ich sage, dass etwas lange gedauert hat, kann das doch alles bedeuten. Fünf Minuten, fünf Stunden oder fünf Jahre. Bleiben wir mal bei der Zeit. Im Vergleich zu einer Eintagsfliege haben wir Menschen doch ein ziemlich langes Leben. Wenn man die Länge eines durchschnittlichen Menschenlebens allerdings mit der Lebenszeit einer Riesenschildkröte (die, von denen im Zoo gesagt wird, dass sie 200 Jahre alt sind) vergleicht, leben wir schon eher kurz. Es ist also eine Frage des Vergleichs. Und es kommt darauf an, wie man es selbst erlebt. Wenn ich nur eine Stunde Zeit habe um etwas ziemlich Zeitaufwendiges und Wichtiges zu erledigen nehme ich die Zeit ganz anders wahr, als wenn ich eine Zeitstunde auf jemanden warte, der im Endeffekt eh nicht kommt (Tragisch, ich weiß). Letztendlich spielt es nur eine Rolle auf welche Dinge man das jeweilige Adjektiv benutzt.


Nur als kleine Erklärung: Man hat etwa ein Bild im Kopf, wenn jemand erzählt, dass er ziemlich schnell laufen kann. Wenn eine Schnecke (ja, das typische alte Beispiel) allerdings schnell kriecht (keine Ahnung, ob das das richtige Verb dafür ist, ich weiß lediglich, dass die immer so eine schleimige Spur hinterlassen), würde niemand die Geschwindigkeit des Kriechens mit der des Läufers vergleichen. Wie gesagt: Alles eine Frage des Vergleichs.

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