Meinung sagen oder Klappe halten?

Zugegebenermaßen: In meiner Freizeit rege ich mich oft über nichts und die Welt auf. Mit aufregen meine ich Freunden und Familie gegenüber meinen Unmut freien Lauf lassen. Das kann sich auf die aktuellen Geschehnisse in der Politik, wie auch auf die kleinen Dinge im Leben beziehen. Mal ein Beispiel an Sachen im Alltag, die mich aufregen:

– Nach Schweiß und Bier riechende Menschen in der ohnehin schon schwülen Bahn (gestern meine erste Erfahrung damit gemacht – einfach ekelhaft sag ich euch)

– Lehrer, die nie gute Noten vergeben (davon kenne ich leider viel zu viele)

– Wenn frau sich ihre Fingernägel lackiert und dann auf die Toilette muss (total schlimm sag ich euch)

– Wenn das Handy kurz nach dem Aufladen nur noch 20% hat (Arrrrg)

– Klingelnde Wecker (Kein Kommentar)

– Beim Einschlafen das Surren von einer Mücke (das treibt mich in den Wahnsinn)

– Die tausenden Mückenstiche nach dem Aufwachen, die jucken wie sonst was (ich hasse es!)

– Vertrocknete Zahnpasta (ja gut, man hätte auch den Deckel drauf machen können…)

– Wenn man abends bemerkt, dass man keine Wattepads mehr hat (Am nächsten Tag sind Pandaaugen garantiert)

– Das Telefon klingelt, man sucht es, geht dran und der Andere hat bereits aufgelegt (bestenfalls ist die Nummer dann noch unterdrückt)

– Menschen, die sich aufregen, aber nichts unternehmen…

Und diese Liste ist noch lange nicht vorbei. In erster Linie geht es mir in diesem Beitrag um den letzten Punkt. Politikverdrossenheit ist ja ein allzeit bekannter Begriff. Immer weniger gehen nicht zur Wahl, weil die der Meinung sind, dass ihre einzelne kleine Stimme nichts ausmacht. Selbst Schuld, sage ich nur. Lustiger weise sind es allerdings die Nichtwähler, die sich am Ende am meisten über die Politik aufregen. Kann man dieses Beispiel auch auf andere Situationen im Leben übertragen? In der Schule beispielsweise sind alle mit irgendwelchen Lehrern unzufrieden. Aufregen tut sich jeder, etwas dagegen unternehmen die Wenigsten. Gut, in der Schule möchte man sich verständlicherweise nicht mit dem Lehrer anlegen, weil der ja im Endeffekt die Noten vergibt. Und klar, ein guter Lehrer sollte Kritik von den Noten trennen, aber man beschwert sich ja, weil die Lehrer eben nicht gut sind. Außerdem ändert sich in den meisten Fällen eh nichts. Und genau das ist der Punkt, den man mit der Politikverdrossenheit meiner Meinung nach vergleichen kann. Die Nichtwähler sind auch der Meinung, dass sich durch ihre Stimme nichts verändert. Und gerade deshalb sollte man immer seine Meinung sagen. Wenn alle so denken, dann bewegt sich auch etwas. Keiner kann alleine ein Klavier zum Beispiel tragen. Fassen aber mehrere mit an, dann klappt es. Da fällt mir ein, dass ich noch Klavier üben muss. Naja, denkt auf jeden Fall daran, dass egal wem ihr eure Meinung sagt: Der Ton macht die Musik.

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3 Gedanken zu “Meinung sagen oder Klappe halten?

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