Druck ist menschlich…

Momentan sitze ich mit meinem Notebook auf der Terrasse, weil ich mir fest vorgenommen habe jeden Tag etwas auf diesem Blog zu veröffentlichen. Nun ja, ich hätte das natürlich auch etwas früher machen können, allerdings war ich bis eben mit Klavierüben beschäftigt. Das mit dem Üben ist nämlich so eine Sache für sich. Um das zuerst einmal klarzustellen: Das Klavierspielen bringt mir super viel Spaß. Trotzdem fällt mir jede Woche aufs Neue auf, dass ich meistens nur am Wochenende übe. (Mama tu einfach so, als hättest du den letzten Satz nicht gelesen.) Klar macht Sinn, werdet ihr euch denken, am Wochenende hat man nun mal am Meisten Zeit und so. Naja, ganz so ist das nicht. Bei mir kommt es zustande, weil ich jeden Montag Klavierstunde habe. Freitagabend denke ich mir dann, dass ich es nicht mehr schaffen werde die Stücke zu lernen, wenn ich nicht am nächsten Tag direkt damit anfange und so setze ich mich gleich am Samstagmorgen ans Klavier. Wenn man das als Außenstehender jetzt liest, kommt es wahrscheinlich so rüber, als ob mir das Alles nicht wirklich Freude bereitet und ich es deswegen einfach aufschiebe, aber das ist nicht der Fall. Bei mir ist es einfach so, dass ich unter einem gewissen Druck viel mehr mache. Deswegen habe ich mich gefragt, ob das bei allen so ist. In meiner Schule bekomme ich oft mit, dass die meisten erst am letzten Abend vor einer Abgabe einer Aufgabe diese erst erledigen. Ich natürlich mache sie immer sofort, nachdem wir sie aufgekommen haben. Schön wär´s. (Mama auch das schnell vergessen!) Und so ist das mit vielen Dingen. Menschen arbeiten, weil sie unter dem Druck stehen ihre Familie und sich selbst zu versorgen. Menschen machen sich schön, weil sie unter dem Druck der Öffentlichkeit stehen. Die Meisten zumindest. Ich, und vielleicht auch einige andere da draußen, üben Klavier, weil sie am nächsten Tag Unterricht haben. Also treibt uns dieser Druck an, holt vielleicht sogar das Beste aus uns heraus. Aber müssen Menschen wirklich angetrieben werden, um auf gut Deutsch den Hinterm hoch zu kriegen? Oft ist das wohl bei vielen der Fall. Und klar es gibt Ausnahmen, zu denen ich wohl leider einfach nicht gehöre. Aber sind wir mal ehrlich: Muss nicht jeder irgendwann mal angetrieben werden und steht unter irgendeinem Druck? Sei es der eigene. Das ist doch auch irgendwie menschlich. Oder was meint ihr?
Klavier

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7 Gedanken zu “Druck ist menschlich…

  1. Zum Punkt Nr.1 ich finde Klavierlehreer sollten loben, tun sie das nicht -ansprechen! Es gibt auch Klavierlehrer die sich selbst stets unter druck setzen:) Aber Druck gehört da nicht hin. Musik soll in erster Linie Spass machen. Ich glaube sowiesodas äußerer vielleicht manchmal nötig ist, für die Dinge die aber auf dem Lebensweg liegen ist meiner Meinung nach kein Druck von außen nötig. Ich habe eine Freundin die hat stets nur Geige geübt vor der Geigenstunde. Sie muss zumindest so gut gewesen sein, dass es nicht auffiel. Ich persönlich (es war WG Zeit) hab immer die Flucht ergriffen wenn sie doch mal übte. Jetzt spielt sie in einem Tangoorchesterund übt freiwillig täglich 2 Stunden. Wir haben genug Druck in unserer Gesellschaft . I

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