Jetzt bin ich also hier…

Gerade sitze ich gemütlich an meinem Schreibtisch und muss beim Schreiben dieses Blogeintrags ein kleines bisschen schmunzeln. Hätte mir jemand vor einem Monat erzählt, dass ich mal bloggen würde – ich hätte gelacht und wäre weitergegangen. Und ich will euch auch erzählen warum: Ihr müsst wissen, dass meine Mutter furchtbar streng ist was das Internet angeht. Sie misstraut dieser neuen Welt einfach, wahrscheinlich, weil sie sich vor lauter Vorsicht damit nicht so recht befasst. Auf jeden Fall hatte ich bis vor einem Jahr kein Facebook, geschweige denn Whatsapp, Twitter, Instagramm und was es sonst noch so alles gibt. Und warum? Weil meine Mutter mir das nicht erlaubt hat. Gut ich hätte mich auch einfach heimlich anmelden können, aber Freundinnen von mir waren, allerdings einen Tick früher, auch auf diese Idee gekommen und sagen wir es so: Es hat kein gutes Ende genommen… Also habe ich mich dem Verbot meiner Mutter gebeugt, bin ja eine brave Tochter, und habe sie circa einmal im Monat mit dem Thema genervt. Vor einem Jahr ging diese Strategie dann auch tatsächlich auf. Hinzu kam, dass eine Freundin von mir ins Ausland gegangen ist und ich meine Mutter dazu brachte zu glauben, dass es von ihrer Entscheidung abhing, ob der Kontakt bestünden bleibt – oder halt nicht. Vor einem halben Jahr folgte dann sogar Whatsapp, da die meisten meiner Freunde Facebook abgeschrieben hatten und hauptsächlich nur noch Whatsapp nutzten. Ein schlagendes Argument war zusätzlich, dass Whatsapp irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen verbessert hatte und sämtliche Zeitungen, die meine Mutter liest, darüber berichteten.
Gut ich hatte also Facebook und Whatsapp und war damit auch mehr als zufrieden, bis vor knapp zwei Wochen mein Betriebspraktikum in einem Verlag anfing. Ich durfte in unterschiedlichste Abteilungen reinschnuppern und es macht echt super viel Spaß! Seit gestern bin ich in der Online-Redaktion und als mein Chef mir auftrug einen Twitter-Account zu eröffnen… Ich schwöre mein erster Gedanke war: Was wird Mama nur dazu sagen? Zum Glück wusste ich, dass meine Mutter mir in so einer Situation keine Steine in den Weg legen würde. Destotrotz schrieb ich ihr erst einmal eine SMS. Und nein nicht über Whatsapp. Das hat sie sich mittlerweile zwar auch runtergeladen doch sie traut sich vor lauter Ehrfurcht nicht die App zu öffnen…  Ihre Antwort war nur „OK“, obwohl ich sie nicht mal um Erlaubnis gebeten hatte. Außerdem wollte der Chef, dass ich anfing zu bloggen und deswegen sitze ich jetzt hier in meinem Zimmer und habe das alles aufgeschrieben. Und erstaunlicher Weise macht es mir noch mehr Spaß als erwartet. Es erinnert mich etwas ans Tagebuchschreiben, was ich allerdings früher als Kind immer nur so für ein zwei Wochen gemacht habe, denn dann habe ich die Seiten rausgerissen und weggeschmissen, weil ich Angst hatte, dass jemand das liest. Und nein da war rein gar nichts peinliches drin. Wirklich nicht. Tja das hier werden wahrscheinlich (hoffentlich) einige lesen. Ich wünsche euch noch einen schönen Tag und denkt dran: Nur noch morgen, dann ist wieder Wochenende!

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